Mykotherapie
Die Mykotherapie

Die Mykotherapie kann auf einen Jahrhunderte alten Erfahrungsschatz zurückgreifen. Sie hat keine Nebenwirkungen und läßt sich sehr gut mit anderen Therapieformen verbinden. Heilpilze unterstützen und regulieren die körpereigene Abwehr und stärken den Körper bei der Bekämpfung von Krankheiten und Erregern. Sie beseitigen die Ursache einer Erkrankung und nicht nur die Symptome.
Die Mykotherapie (Pilzheilkunde) befasst sich mit den wertvollen Inhaltsstoffen von Vitalpilzen und deren Einsatz zur Behandlung von Krankheiten. Die Tradition, Vitalpilze als Medizin einzusetzen, gibt es schon sehr lange. So kannten bereits die Pharaonen den Reishi-Pilz. In China vor ca. 4000 Jahren nahm man Pilze in der Traditionellen Chinesischen Medizin gegen verschiedene Beschwerden ein.
Ebenso kannten Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert und der Arzt Paracelsus im 15. Jahrhundert die Vorteile von Vitalpilzen. 1928 hat Alexander Fleming in London entdeckt, dass Penicilline von Schimmelpilzen das Bakterienwachstum unterbinden können. In den vergangenen Jahrzehnten haben vor allem die Länder USA und Korea die Wirkung von Vitalpilzen analysiert.
In Deutschland gelten Vitalpilze gesetzlich als Nahrungsergänzungsmittel und sind nicht apothekenpflichtig, da sie keinen giftigen Stoff enthalten.

Die wichtigsten Vitalpilze:
 1. Agaricus blazei Murrill (Sonnenpilz oder Mandelpilz)
 2. Auricularia polytricha (Judasohr)
 3. Coprinus comatus (Schopftintling)
 4. Cordyceps sinensis (Chinesischer Raupenpilz)
 5. Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete)
 6. Hericium erinaceus (Igelstachelbart)
 7. Maitake (Klapperschwamm)
 8. Pleurotus ostreatus (Austernpilz)
 9. Polyporus umbellatus (Eichhase)
10. Reishi (Glänzender Lackporling)
11. Shiitake (Lentinula edodes)

Wann können Vitalpilze angewendet werden?
Vitalpilze können in der Naturheilkundlichen Medizin folgende Wirkungen haben:
  • antiviral (gegen Viren)
  • antibakteriell (gegen Bakterien)
  • immunsystemregulierend
  • leberschützend
  • antioxidativ (gegen Freie Radikale)
  • antimykotisch (gegen schädliche Pilze)
  • blutdruckregulierend (gegen zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck)
  • Cholesterin regulierend (gegen zu viel oder zu wenig Cholesterin)
  • antiallergisch (gegen Allergien, da die Histaminfreisetzung gehemmt wird)
  • blutzuckerregulierend
  • stabilisierend auf die Psyche
  • Thrombosegefahr reduzierend
  • Wundheilung fördernd
  • grundsätzlich gute Verträglichkeit mit schulmedizinischen Medikamenten.

Besonders bei Erkrankungen, die mit dem Immunsystem in Zusammenhang gebracht werden, kann man sich eine regulierende Wirkung der Inhaltsstoffe auf den Körper und die Psyche zunutze machen.

Vitalpilze können bei einer Vielzahl von Beschwerden bzw. Erkrankungen begleitend eingesetzt werden.
Zum Beispiel bei:
  • Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma, Bronchitis, Lungenemphysem)
  • Allergien (z.B. allergischer Schnupfen, Staub, Futtermittel, Ekzem)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z. B.Gelenkerkrankungen; entzündliche Prozesse, Arthritis, Arthrose, degenerative Prozesse)
  • Muskel- und Sehnenerkrankungen (z.B. Bursitis)
  • Traumen (z.B. Zerrungen, Verrenkungen, Verstauchungen, Prellungen)
  • Stoffwechselstörungen des Skeletts (z. B. Osteoporose, Rachitis, Osteomalazie, Osteodystrophia fibrosa ODF)
  • Cushing-Syndrom (z. B. Equines Cushing, Hufrehe, EMS, Morbus Cushing/Cushing-Syndrom Hund)
  • Diabetes (z. B. Hund oft Typ 1, Katze oft Typ 2 - metabolisches Syndrom, Equines metabolisches Syndrom – Typ 2)
  • Harnwegserkrankungen (z. B. Blasenentzündung, Blasensteine, Nierensteine, Nierenentzündung, chronische Niereninsuffizienz)
  • Hauterkrankungen (z. B. bakterielle und mykotische Hauterkrankungen, Candida, Parasitenbefall, Katze - Eosinophiles Granulom)
  • Herzerkrankungen (z. B. Herzmuskelschwäche, Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz)
  • Hufrehe (z. B. Fütterungsrehe, Geburtsrehe, Vergiftungsrehe, Belastungsrehe, hormonell bedingte Rehe – EMS, ECS)
  • Lebererkrankungen (z. B. Hepatitis, Fettleber, Leberzirrhose)
  • Schilddrüsenerkrankungen (z. B: Hypertyreose, Hypotyreose, Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse )
  • Erkrankungen des Verdauungsapparates (z.B. Reizdarm, Gastritis, Sodbrennen, Blähungen, Winde, chronische Entzündung der Dick- und/oder Dünndarmschleimhaut)

Wie werden Vitalpilze eingenommen?
Viele Vitalpilze sind am besten frisch einzunehmen. Da dies aber nicht sehr praktikabel ist, weil die Menge an Frischpilzen zu groß wäre, greift man auf getrocknete und anschließend sehr fein vermahlene Pilze zurück, die als Pulver, Press-Tabletten, Pulverkapseln oder Extraktkapseln (Wirkungssteigerung des Pulvers durch Wasserdampfbehandlung) von verschiedenen Herstellern angeboten werden.

Die Dosis richtet sich nach u.a. dem Krankheitsbild bzw. nach der Schwere der Erkrankung und dem Körpergewicht des Patienten.
Sehr wichtig dabei ist es auf eine hohe Qualität der Vitalpilze zu achten. Der Hersteller sollte von einem unabhängigen Labor regelmäßige Rückstandskontrollen durchführen lassen und Ihnen diese bei Bedarf auch schriftlich zur Verfügung stellen.